Jochen Stolla https://www.j-stolla.de/ Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 Pico blog/2020-04-25_telegraph telegra.ph: einfache Webseiten mit Stolperfalle <!-- [alle Blogartikel](https://www.j-stolla.de/blog) --> <h1>telegra.ph: einfache Webseiten mit Stolperfalle</h1> <p>25.04.2020</p> <p>Mit <a href="https://telegra.ph">telegra.ph</a> lassen sich schnell einfache Webseiten erzeugen, die gut aussehen. <a href="https://ebildungslabor.de/blog/onlineformat/">Nele Hirsch</a> empfiehlt telegra.ph als "Mini-Lernplattform", als zentrale Anlaufstelle für onlinegestützte Kurse.</p> <p>Aber Vorsicht: Wenn man nicht aufpasst, hat man sich leicht ausgesperrt und kann seine eigene Seite nicht mehr bearbeiten. telegra.ph setzt beim Erzeugen einer Seite ein Cookie, das im Browser gespeichert wird. Nur dieses Cookie berechtigt, so weit ich sehe, zum Bearbeiten. Das heißt: Auf einem anderen Gerät, sogar mit einem anderen Browser, lässt sich die eigene Seite nicht editieren. Und wer die eigentlich gute Gewohnheit hat, ab und an seine Browserdaten zu bereinigen und dabei Cookies zu entfernen, kann womöglich seine eigene telegra.ph-Seite nie wieder bearbeiten. Ich habe es vorsichtshalber noch nicht ausprobiert.</p> <p>Damit im schlimmsten Fall nicht alles dem Zugriff entzogen ist, würde ich regelmäßig eine Kopie des Quelltextes meiner telegra.ph-Seite speichern.</p> <!-- <script defer src="https://cdn.commento.io/js/commento.js"></script> --> <!-- <div id="commento"></div> --> <!-- <script>talkyardServerUrl='https://comments-for-www-j-stolla-de.talkyard.net';</script> --> <!-- <script async defer src="https://c1.ty-cdn.net/-/talkyard-comments.min.js"></script> --> <!-- You can specify a per page discussion id on the next line, if your URLs might change. --> <!-- <div class="talkyard-comments" data-discussion-id="" style="margin-top: 45px;"> --> <!-- <noscript>Please enable Javascript to view comments.</noscript> --> <!-- <p style="margin-top: 25px; opacity: 0.9; font-size: 96%">Comments powered by --> <!-- <a href="https://www.talkyard.io">Talkyard</a>.</p> --> <!-- </div> --> <!-- <script type="text/javascript" src="/home/jochen/www/hashover/comments.php"></script> --> <!-- <div id="hashover"></div> --> <!-- <div id="disqus_thread"></div> <script> /** * RECOMMENDED CONFIGURATION VARIABLES: EDIT AND UNCOMMENT THE SECTION BELOW TO INSERT DYNAMIC VALUES FROM YOUR PLATFORM OR CMS. * LEARN WHY DEFINING THESE VARIABLES IS IMPORTANT: https://disqus.com/admin/universalcode/#configuration-variables*/ /* var disqus_config = function () { this.page.url = PAGE_URL; // Replace PAGE_URL with your page's canonical URL variable this.page.identifier = PAGE_IDENTIFIER; // Replace PAGE_IDENTIFIER with your page's unique identifier variable }; */ (function() { // DON'T EDIT BELOW THIS LINE var d = document, s = d.createElement('script'); s.src = 'https://www-j-stolla-de.disqus.com/embed.js'; s.setAttribute('data-timestamp', +new Date()); (d.head || d.body).appendChild(s); })(); </script> <noscript>Please enable JavaScript to view the <a href="https://disqus.com/?ref_noscript">comments powered by Disqus.</a></noscript> --> https://www.j-stolla.de/blog/2020-04-25_telegraph Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-04-25_telegraph https://www.j-stolla.de/blog/2020-04-25_telegraph blog/2020-04-28_toncheck Kein Ton in der Videokonferenz? Jochen Stolla <h1>Kein Ton in der Videokonferenz? Daran könnte es liegen:</h1> <p>28.04.2020</p> <h2>Die Kurzfassung</h2> <ul> <li>Lautsprecher eingeschaltet?</li> <li>Ist am Computer das richtige Wiedergabegerät gewählt?</li> <li>Lautstärke hoch genug eingestellt?</li> <li>Browserseite aktuell? – im Zweifel neu laden (meistens Taste F5)</li> <li>Wird der Browser unterstützt? – anderen Browser verwenden</li> <li>Browserversion aktuell?</li> <li>Webinarraum verlassen und neu betreten</li> <li>Läuft die Konferenz auf dem lokalen Computer (und nicht auf einem entfernten Server)?</li> </ul> <h2>Die ausführliche Fassung</h2> <p>Wenn die Webkonferenz erst einmal läuft, ist man mit technischen Problemen oft allein. Leider verständlich: Technische Fragen einzelner zu lösen, würde Zeit rauben und brächte alle anderen um die Gelegenheit, sich zu den Inhalten der Konferenz auszutauschen.</p> <p>Hier sind ein paar Tipps zur Selbsthilfe, wenn alle den Ton hören außer mir selbst. Bestimmt nicht vollständig. Aber vielleicht hier und da hilfreich.</p> <h3>Lautsprecher eingeschaltet?</h3> <p>Die einfachsten Fehler übersieht man am liebsten. Wenn die Lautsprecher nicht eingeschaltet sind, wenn sie oder der Kopfhörer nicht eingestöpselt sind, hört man nichts.</p> <h3>Am Computer das richtige Wiedergabegerät gewählt?</h3> <p>Meist hat der Computer die Wahl zwischen verschiedenen Wiedergabegeräten: Lautsprecher, Kopfhörer, integrierte Lautsprecher, USB-Audiointerface etc. Auf welches der Computer seinen Ton ausgibt, lässt sich einstellen. Oft über ein Symbol rechts unten auf der Taskleiste.</p> <h3>Lautstärke hoch genug eingestellt?</h3> <p>Die Lautstärke lässt sich am externen Gerät (z. B. Lautsprecher) oder am Computer selbst einstellen, über die Systemeinstellungen oder mit entsprechenden Tasten auf der Tastatur.</p> <h3>Browserseite neu laden (meistens Taste F5)</h3> <p>Internetbrowser speichern im Hintergrund Seiten, um sie bei einem erneuten Aufruf schneller darstellen zu können. Um den Browser zu veranlassen, die aktuelle Seite zu zeigen und nicht die, die er selbst gespeichert hat, bittet man ihn, sie neu zu laden – meist über die Taste F5.</p> <h3>Anderen Browser verwenden</h3> <p>Was auf Google Chrome funktioniert, funktioniert nicht unbedingt auch auf Firefox oder Safari. Welche Browser für die jeweilige Konferenzplattform geeignet sind, sagen die Anbieter. Zum Beispiel <a href="https://edudip.zendesk.com/hc/de/articles/360002725654-Technische-Voraussetzungen">hier (Edudip)</a> oder <a href="https://support.zoom.us/hc/en-us/articles/214629443-Zoom-web-client">hier (Zoom)</a>.</p> <h3>Browser aktualisieren</h3> <p>Ältere Browserversionen bieten weniger moderne Funktionen. Deshalb kann es sein, dass zum Beispiel der Ton nicht funktioniert, wenn der Browser lange nicht aktualisiert wurde. Im Zweifel die neueste Version installieren.</p> <h3>Konferenzraum verlassen und neu betreten</h3> <p>Hilft manchmal, wenn der Server hoch ausgelastet ist.</p> <h3>Auf dem lokalen Computer arbeiten (und nicht auf einem entferneten Server)</h3> <p>Homeoffice heißt für viele: Wir bewegen uns mit unseren Anwendungen auf einem entfernten Server. Dort einer Webkonferenz beizutreten, ist aber meist keine gute Idee. Besser auf den Desktop des lokalen Computers wechseln, dort den Browser öffnen und den Teilnahmelink aufrufen.</p> <h3>Ton ist da, aber schlecht?</h3> <p>Dann helfen vielleicht <a href="https://www.j-stolla.de/blog/2020-06-08_ton_schlecht">diese Tipps</a> weiter.</p> <p><small>zuletzt aktualisiert: 09.06.2020</small></p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-04-28_toncheck Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-04-28_toncheck https://www.j-stolla.de/blog/2020-04-28_toncheck blog/2020-05-04_gruende Gute Gründe: Warum lernen Menschen online? Jochen Stolla <!-- [alle Blogartikel](https://www.j-stolla.de/blog) --> <h1>Gute Gründe: Warum lernen Menschen online?</h1> <p>04.05.2020</p> <p>Es gibt viele, leider sehr viele gute Gründe, digitale Lernangebote nicht wahrzunehmen. Was bringt Lernende dazu, digitales Material trotzdem zu nutzen? </p> <p>Zu einem Seminar kürzlich hatte ich die Teilnehmenden gebeten, im Vorfeld zwei Aufgaben online zu bearbeiten. Da es im Seminar darum ging, wie digitale Methoden in Kursen eingesetzt werden können, bat ich sie um eine Selbstreflexion. Was hat sie dazu bewogen, die Onlineaufgaben zu erledigen?</p> <p>Auf ihren Antworten basiert die folgende Zusammenstellung. Für mich als Dozenten waren sie ziemlich interessant, weil sie mir Hinweise darauf geben, wie ich Onlineaufgaben gestalten, ankündigen und in meinen Kurs einbetten sollte.</p> <h2>Selbsttest</h2> <p>Wie gut habe ich das Thema der Aufgabe verstanden? Und werde ich mit der Technik klarkommen, die ich für die Bearbeitung anwenden muss? Durch eigenständig zu bearbeitende Aufgaben gebe ich als Dozent den Lernenden eine Gelegenheit, Rückmeldung auf ihre eigenen Kompetenzen zu erhalten – sowohl im Hinblick auf die zu vermittelnden Inhalte als auch auf die Technikbeherrschung.</p> <h2>Wertschätzung des Dozenten</h2> <p>Der Dozent hat mich (die Teilnehmerin) gebeten, die Aufgabe zu bearbeiten, er hat sich für mich Mühe gegeben. Deshalb bedeutet die Bearbeitung für mich auch, dem Dozenten meine Wertschätzung entgegenzubringen. – Was zeigt, dass auch das Lernen im virtuellen Raum viel mit Beziehungen zu tun hat.</p> <h2>Einfach zugänglich</h2> <p>Einfach nur einen Link anklicken, um loszulegen: Das kann Lernende ermuntern, sich mit einer Aufgabe zu befassen. In meinem Fall führte ein Link zu einer Padlet-Pinnwand, ein anderer zu einem Erklärvideo. Eine mehrschrittige Anmeldung zu einer Lernplattform oder die nicht-intuitive Bedienung eines Tools dagegen werden die Rücklaufquote drücken.</p> <h2>Didaktischer Nutzen klar</h2> <p>Wenn den Lernenden deutlich wird, zu welchem Zweck sie eine Aufgabe bearbeiten, bearbeiten sie sie lieber. Deshalb ist es mir wichtig, meine didaktischen Ziele explizit mit der Aufgabenstellung zu nennen.</p> <h2>Soziale Kontrolle</h2> <p>Auch wer allein vor seinem Bildschirm arbeitet, entkommt nicht unbedingt der Kontrolle durch die Gruppe. Andere Lernende werden das Engagement des Einzelnen registrieren – das kann selbst dann einen Effekt haben, wenn Beiträge anonym eingereicht werden.</p> <h2>Beitrag zur Unterrichtsqualität</h2> <p>Mit der individuellen Vorbereitung tragen die Lernenden zur Qualität des Kurses bei und übernehmen damit Mitverantwortung für den Unterricht. Es lohnt sich, die Teilnehmenden auch darauf ausdrücklich hinzuweisen.</p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-04_gruende Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-04_gruende https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-04_gruende blog/2020-05-14_cloud Cloud oder nicht Cloud? Jochen Stolla <h1>Cloud oder nicht Cloud?</h1> <p>Eine Entscheidungshilfe, Teil 1</p> <p>14.05.2020</p> <p>Die „Cloud“, das muss man Nicht-Eingeweihten sagen, damit meinen Sprecher/-innen aus dem Volkshochschulmilieu die <a href="https://www.vhs.cloud">vhs.cloud</a>, die Lern- und Kommunikationsplattform der Volkshochschulen in Deutschland.</p> <p>Nehmen wir an, ich wäre Kursleiter an eine Volkshochschule. Und ich hätte die Absicht, in meinen Kursen in Zukunft digitale Methoden einzusetzen. Ist die VHS-Cloud für mich das Mittel der Wahl? Soll ich mich registrieren und einarbeiten? Oder soll ich andere Werkzeuge verwenden, kleine und große, häufig kostenlos, wie das Netz sie mir zahlreich anbietet? Allgemein formuliert: Ist es sinnvoll, meinen Kurs auf einer Lernplattform zu platzieren – sei es nun die VHS-Cloud, Moodle oder eine andere –, oder arbeite ich besser mit Einzeltools?</p> <p>Hier sind einige Überlegungen, die in der Frage als Entscheidungshilfe dienen können.</p> <h2>Familie</h2> <p>Mit einem Kurs in der VHS-Cloud kann ich mich als Teil der deutschlandweiten VHS-Familie fühlen. Ich stärke die Marke „VHS“ und trage dazu bei, die Kundinnen und Kunden an die Volkshochschulen zu binden und sich mit der Marke zu identifizieren.</p> <h2>Lagerfeuer</h2> <p>Eine Lernplattform ist ein Sammelpunkt, hier kommt man zusammen, auch wenn man vielleicht nicht gemeinsam „Country Roads“ zur Gitarre singt. (Oder doch? Bisweilen unterrichten Musiklehrer/-innen in der VHS-Cloud.)</p> <p>Indes muss dieses Lagerfeuer nicht zwingend eine hochkomplexe Lernplattform sein. Auch eine schlichte <a href="https://telegra.ph/">Website</a> mit bescheiden glimmendem Reisig kann die Aufgabe erfüllen (worauf <a href="https://ebildungslabor.de/blog/onlineformat/">Nele Hirsch</a> hingewiesen hat).</p> <h2>Alles unter einem Dach</h2> <p>In der VHS-Cloud habe ich alles an einem Ort. Ich bin mit praktisch allem ausgestattet, was ich für meinen Kurs jemals brauchen werde. Nicht nur mit einer Dateiablage, mit Web-based Trainings, einem Konferenztool oder einem Wiki, sondern auch mit E-Mail und einem Messenger. Einmal eingeloggt, brauche ich nicht mehr vor die Tür zu gehen.</p> <h2>Datenschutz</h2> <p>Vorsicht: Es folgen Ausführungen eines juristischen Laien.</p> <p>Mit der VHS-Cloud sind Volkshochschulen und Dozent/-innen auf der relativ sicheren Seite. Nutzer/-innen willigen in eine Datenschutzerkärung ein, das Vertragsverhältnis zwischen der VHS-Cloud und den Volkshochschulen ist geklärt. Bei externen Diensten ist das komplizierter. Zwar müssen Nutzer/-innen gleichermaßen sich einverstanden erklären mit der Speicherung und Nutzung ihrer Daten, aber wenn Volkshochschulen diese Dienste offiziell als Teil ihres Bildungsangebots betrachten würden, stünden sie in der Mitverantwortung für den Datenschutz bei Google, Whatsapp, Padlet etc. Diese Verantwortung können sie naturgemäß nicht übernehmen. Und mit allen einzelnen Diensten die Verantwortlichkeiten abzustimmen und Vereinbarungen zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datenverarbeitung_im_Auftrag">Auftragsdatenverarbeitung</a> abzuschließen, ist ebenso wenig realistisch.</p> <p>Oben habe ich geschrieben „auf der <em>relativ</em> sicheren Seite“. Einzelne Volkshochschulen haben Vorbehalte gegenüber der VHS-Cloud und untersagen ihre Nutzung. Wer der Datenschutzvereinbarung der VHS-Cloud zustimmt, natürlich nach eingehender Lektüre, offenbart unversehens der ganzen Kursgruppe Kontaktdaten.</p> <h2>Kaufhaus des Westens</h2> <p>„Luxus erleben“ – damit wirbt das Kaufhaus des Westens in der Berliner Tauentzienstraße. In der VHS-Cloud kann ich mich wie in anderen Lernplattformen an E-Learning-Tools im Überfluss bedienen. (Manche sind auch nicht vorrätig: Schnell einmal eine Sprachnachricht zu schicken, das ist über einen Smartphone-Messenger einfacher.) Aber vieles ist in Griffweite: Foren, Wikis, Lernprogramme, kollaborative Office-Software, Videokonferenzen, terminierte Aufgaben, Dateibereitstellung, Umfragen, Kalender, Blogs und andere Dinge, die die Augen zum Leuchten bringen.</p> <h2>Do one thing and do it well</h2> <p>Das erste Gebot der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Unix_philosophy">Unix-Philosophie</a> ist mir bisweilen sympathischer als der Anspruch, alles können zu wollen. Wenn ich einen gemeinsamen Ort für Dateien brauche, denke ich zuerst an Google Drive oder <a href="https://www.box.com/de-de/home">Box</a>. Wenn ich ein Quiz erstellen will, an Google-Formulare. Wenn ich digital Karteikarten anpinnen will, an <a href="https://de.padlet.com">Padlet</a>. Einen Link kopieren und verschicken, und die Lernenden können damit arbeiten. Die kleinen, simplen Tools, die eine Sache gut können, lassen sich eben einmal nebenbei im Kursalltag einsetzen. Lernplattformen nicht.</p> <h2>Auf verwachsenem Pfade</h2> <p>Nicht jede Funktion in der VHS-Cloud erklärt sich der Nutzerin von selbst. Manche kritisieren mangelnde Ergonomie und Intuitivität der Bedienung. Die erste Zeit kann durchaus einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Point-and-Click">Point-and-Click-Adventure</a> ähneln. Nach der Einarbeitung mag das anders werden. Vielleicht nicht so sehr für Lehrende, aber für Lernende. Für sie sei die VHS-Cloud nach gelungenem Einstieg nutzerfreundlicher als die meisten anderen Lernplattformen – das meint jedenfalls Torsten Timm, VHS-Cloud-Multiplikator aus Wildeshausen.</p> <h2>Hand in Hand</h2> <p>Lernplattformen sind zu bewältigen, keine Frage. Von Menschen, die sich schon durch hundert andere Apps geklickt und getippt haben und für die auch die alltägliche Kommunikation, Information und Unterhaltung digital ist, sowieso. Andere aber schaffen den Anstieg nicht alleine. Zumindest brauchen Sie geduldige Begleitung. Und das gilt nicht nur für Lernende, sondern auch für Lehrende. Kursleitende müssen einkalkulieren, dass sie umso mehr technische Hilfestellung leisten müssen, je komplexer das Lernsystem ist.</p> <p>Was bedeutet das nun konkret für mich und meine Kurse? Keine Antworten, aber ein paar Kriterien habe ich <a href="https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-20_cloud_2">hier</a> notiert.</p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud blog/2020-05-20_cloud_2 Cloud oder nicht Cloud? (Teil 2) Jochen Stolla <h1>Cloud oder nicht Cloud?</h1> <p>Eine Entscheidungshilfe, Teil 2</p> <p>20.05.2020</p> <p>Im <a href="https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud">ersten Teil</a> habe ich versucht, Unterschiede zwischen dem System „Lernplattform“ und der Arbeit mit Einzeltools herauszuarbeiten. Was bedeutet das nun für meine Kurse? Unter welchen Voraussetzungen fahre ich mit dem einen oder mit dem anderen besser?</p> <h2>In welchem Umfang will ich mit digitalen Methoden arbeiten?</h2> <p>Will ich nur hier und da einmal ein Quiz einsetzen, ein PDF bereitstellen, eine Aufgabe an einem Youtube-Video aufhängen? Dann wird es sich kaum lohnen, einen voll ausgestatteten Kursraum im Lern-Management-System einzurichten. Ähnlich verhält es sich, wenn ich zwar regelmäßig mit meinen Teilnehmenden digital arbeite, aber die Methoden sich auf wenige beschränken. Wenn meine Teilnehmenden zwar regelmäßig gemeinsam online Texte bearbeiten, aber dies meine einzige digitale Methode ist, dann reicht mir ein Etherpad. Auch in diesem Fall kommen die Vorteile eines LMS kaum zum Tragen.</p> <h2>Sind die digitalen Methoden unabdingbarer Bestandteil meines Kurses?</h2> <p>Wenn die digitalen Angebote kein freiwilliges Add-on zu meinem Kurs sind, sondern unverzichtbar im Gesamtkonzept, bedeutet das für mich mehr Verantwortung. Ich trage Mitverantwortung dafür, dass die Lernenden Zugang zu den Lernmedien haben. Gegebenenfalls muss ich intensive Unterstützung leisten.</p> <p>Zugleich kann es dann ein Vorteil sein, wenn alle digitalen Aktivitäten unter einem Dach stattfinden. Und der der Datenschutz hätte größeres Gewicht. Datenschutzrechtlich unproblematisch sollte für mich jedes Tool sein, von dem ich sagen kann: Verwende es oder nicht, du entscheidest, ob du der Datenschutzerklärung des Anbieters zustimmen willst. Andernfalls muss ich darauf vertrauen, dass die Teilnehemenden bereit sein werden, ihre Daten Google oder Zoom anzuvertrauen (die meisten werden dazu bereit sein), oder aber ich darf Daten nur dort speichern und verarbeiten lassen, wo der rechtliche Rahmen mit der VHS geklärt ist.</p> <h2>Sind meine Teilnehmenden bereit, technischen Aufwand zu betreiben?</h2> <p>Auf einer Lernplattform zu arbeiten bedingt, sich technisch dafür einzurichten. Ein Benutzerkonto muss angelegt, eine App installiert, Kommunikationskanäle umgeleitet werden. Und wenn nun in meinem Kurs Menschen sitzen, die den Kontakt mit Technik gern auf das Nötigste beschränken: Will und soll ich das dann von ihnen verlangen?</p> <h2>Sind meine Teilnehmenden bereit, sich mit technischen Fragen auseinanderzusetzen?</h2> <p>Und Technik will nicht nur eingerichtet, sondern auch verstanden werden. Auch in diesem Punkt lohnt es sich, den Teilnehmenden tief in die Augen zu schauen und sich zu fragen: Wie viel Freude haben sie an technischen Herausforderungen? Wie viel Unmut ruft es hervor, wenn sie technische Zusammenhänge nicht auf Anhieb durchschauen?</p> <h2>Werden die Teilnehmenden die digitalen Angebote nutzen?</h2> <p>Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht: Wenn ich etwas anbiete, wird es noch lange nicht genutzt. Und das gilt ganz besonders für Angebote zum digitalen Lernen. Da genügt es nicht, gebetsmühlenartig die Vorzüge und den Mehrwert digitaler Bildung zu beschwören. Nein, der Erfolg digitaler Bildung beruht nicht auf dieser Art von Überzeugungsarbeit. Nutzer*innen brauchen echte Gründe, digital zu arbeiten, nicht meinen erhobenen Zeigefinger, dass es schon zu ihrem Besten sei. Das ist aus meiner Sicht entscheidend beim digitalen Unterrichten und beugt Frustration vor: sich zu überlegen, was die Teilnehmenden zur Nutzung meiner Angebote <a href="https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-04_gruende">bewegen</a> wird.</p> <h2>In welchem Verhältnis steht mein eigener Aufwand zum Nutzen?</h2> <p>Eine Etherpad-Seite ist in zwei Minuten angelegt, eine Mentimeter-Umfrage in fünf. Einen Kursraum in einem Lern-Management-System einzurichten, kostet erheblich mehr Zeit. Unter welchen Umständen lohnt sich der höhere Aufwand? Das muss jede/r Kursleiter/-in für sich abwägen. Kritierien können sein:</p> <ul> <li>In welchem Umfang werden die Teilnehmenden meine digitalen Angebote nutzen?</li> <li>Wird mein Kurs wiederholt stattfinden, so dass sich mein Aufwand nach und nach amortisiert?</li> <li>Sprechen weitere Gründe dafür, den Kurs in eine Lernplattform einzubetten?</li> </ul> <h2>Was sagt meine Bildungseinrichtung dazu?</h2> <p>Die Haltung von Bildungseinrichtungen zu Lernplattformen, besonders von Volkshochschulen zur VHS-Cloud ist unterschiedlich. Die einen gewähren ihren Lehrenden volle Freiheit, was die Wahl der technischen Tools betrifft, andere bestehen darauf, dass alle digitalen Angebote auf der eigenen Plattform platziert werden. </p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-20_cloud_2 Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-20_cloud_2 https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-20_cloud_2 blog/2020-05-26_bildschirmvideos Schnell mal ein Video aufnehmen Jochen Stolla <h1>Schnell mal ein Video aufnehmen</h1> <p>26.05.2020</p> <p>Videos sind ein vielfältig nutzbares Inputformat: Lernende können sie jederzeit und überall dort konsumieren, wo sie ihr Smartphone dabei haben, und vorproduzierte Videos können dazu beitragen, die Zeit in Videokonferenzen zu begrenzen oder intensiver für den Austausch zu nutzen. Indes: Sie müssen produziert werden, und das kostet Zeit.</p> <p>Mit passenden Tools bleibt der Zeitaufwand aber sehr überschaubar. Gerade eine Bildschirmaufzeichnung – ein „Screencast“ – kann ziemlich schnell aufgenommen und bereitgestellt sein.</p> <p>Das geht zum Beispiel mit zwei Online-Tools, die im Browser gestartet werden.</p> <p>Das eine ist <a href="https://shareit.video">shareit.video</a>. Ohne zusätzliche Softwareinstallation kann ich da den Bildschirminhalt und meinen gesprochenen Kommentar dazu aufzeichnen. Gleich nach der Aufzeichnung bietet mir die Seite an, einen Link zu erzeugen, unter dem alle, die ihn haben, das Video ansehen können. Schneller und einfacher geht es nicht, so weit ich bislang sehe. Die Aufzeichnungslänge ist auf drei Minuten begrenzt, und wenn das Video fünfzig Mal abgerufen wurde, wird es gelöscht. Für viele Anwendungen in Kursen sollte das reichen.</p> <p>Wenn ich will, dass ich auch selbst im Video zu sehen bin, bietet sich <a href="https://recordscreen.io/">recordscreen.io</a> an. Funktioniert ähnlich wie shareit.video, nur dass das Bild von meiner Webcam ins Video eingebettet wird und dass ich nicht direkt einen Link zur Weitergabe erzeugen kann. Ich muss also das Video erst herunterladen. Dann kann ich es verschicken (zum Beispiel über Whatsapp – eine Minute ist allerdings rund 20 MB groß) oder ich lade es eben selbst irgendwo hoch (ich nehme dazu gern mein Google-Drive) und erzeuge einen Freigabelink.</p> <p>Beide Tipps verdanke ich wieder einmal <a href="https://www.oercamp.de/webinare/weboep/screen/">Nele Hirsch</a>.</p> <p>Weitere Online-Tools für Bildschirmaufnahmen sind etwa <a href="https://screencast-o-matic.com/">Screencast-o-matic</a> und <a href="https://learn.screencastify.com">Screencastify</a>.</p> <p>Mit diesen Tools sind Bildschirmvideos so einfach aufgenommen, dass ich sie in meinen Lehrkontexten auch in umgekehrter Richtung einsetzen kann. Zum Beispiel, indem ich Lernende bitte, Arbeitsergebnisse per Video aufzubereiten, zu sichern oder zu teilen.</p> <p>Solche Arbeitsergebnisse müssen nicht Bildschirminhalte sein. In einem Sprach- oder Rhetorikkurs möchte ich vielleicht einfach Sprechaufgaben stellen: Die Teilnehmerin oder der Teilnehmer nimmt sich selbst auf, stellt mir und vielleicht der Lerngruppe das Video zur Verfügung und bekommt Rückmeldung darauf. Um sich selbst aufzunehmen und das Video zu teilen, bietet sich natürlich das Smartphone an. Wenn ich das aber am Laptop machen will, brauche ich dann ein Programm, das nicht den Bildschirm, sondern die Webcam aufzeichnet. Volià: <a href="https://webcamera.io/de/">Webcamera.io</a> tut es, und <a href="https://www.vidyard.com/">Vidyard</a> auch. Die Unterschiede: Wenn ich ein auf webcamera.io aufgezeichnetes Video teilen will, muss ich es erst auf meinem Computer speichern und dann auf eine Plattform meines Vertrauens hochladen. Auf Vidyard lässt sich gleich nach der Aufnahme mit einem Klick ein Freigabelink erzeugen. Allerdings verlangt Vidyard eine Registrierung.</p> <p>Tatsächlich arbeite ich meist mit lokal installierter Software, weil ich hier weniger zeitlichen und gestalterischen Einschränkungen unterliege und mehr Einflussmöglichkeiten habe. Hinweise dazu <a href="2020-11-11_bildschirmvideos_2.md">hier</a>.</p> <p><small>zuletzt aktualisiert: 11.11.2020</small></p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-26_bildschirmvideos Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-26_bildschirmvideos https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-26_bildschirmvideos blog/2020-06-08_ton_schlecht Schlechter Ton in der Videokonferenz? Jochen Stolla <h1>Schlechter Ton in der Videokonferenz?</h1> <p>Daran kann es liegen</p> <p>08.06.2020</p> <p>Schlechter Ton ist besser als kein Ton (darüber habe ich <a href="https://www.j-stolla.de/blog/2020-04-28_toncheck">hier</a> geschrieben). Aber das ist auch schon alles. Schlechter Ton nervt. Er macht die Videokonferenz anstrengend für alle Beteiligten. Über ein verpixeltes, stockendes Bild können wir leichter hinwegsehen als über verrauschten, unterbrochenen, halligen oder verzerrten Ton. Hier sind ein paar Tipps dagegen.</p> <h2>Mögliche Ursachen für schlechten Ton: die Kurzfassung</h2> <ul> <li>Lautsprecher und Mikrofon sind angeschaltet</li> <li>Videokamera ist aktiv</li> <li>Zu viele Mikrofone in der Konferenz sind aktiv</li> <li>Das interne Laptopmikrofon ist im Einsatz</li> <li>Mikrofon nicht richtig ausgepegelt</li> <li>Laute Umgebung</li> <li>Einstreuung durch Handys</li> <li>Server stark belastet</li> </ul> <h2>Die ausführliche Fassung</h2> <h3>Lautsprecher und Mikrofon sind angeschaltet</h3> <p>Wird der Ton von Lautsprechern in den Raum abgestrahlt und von einem Mikrofon wieder aufgenommen, dann entsteht ein Echo. Verwendet man zum Hören Kopfhörer, entsteht dieser Effekt nicht. Deshalb: Kopfhörer verwenden, die Lautsprecher ausschalten und das Mikrofon nur einschalten, wenn man spricht. (Neulich bin ich selbst in die Falle getappt. Ich hörte über Kopfhörer und habe dabei übersehen, dass die Lautsprecher trotzdem an waren.)</p> <h3>Videokamera ist aktiv</h3> <p>Video erzeugt deutlich größere Datenmengen als Audio. Das Deaktivieren der Kamera spart deshalb einen großen Teil der Bandbreite ein. Das Audio kann besser werden, wenn man seine Kamera deaktiviert.</p> <h3>Zu viele Mikrofone in der Konferenz sind aktiv</h3> <p>Wer nicht spricht, sollte sein Mikrofon stummschalten. Besonders wichtig ist dies für diejenigen, die keinen Kopfhörer zur Verfügung haben und über (Laptop-)Lautsprecher hören. Aber auch alle anderen tun gut daran. Über ein offenes Mikrofon gelangen immer mehr oder weniger auffällige Störgeräusche in die Konferenz: Atmen, Lüfterrauschen, Straßenlärm oder andere Klangquellen.</p> <h3>Wenn möglich, nicht das interne Laptopmikrofon verwenden</h3> <p>Die meisten Notebooks haben ein integriertes Mikrofon. Das kann -- meiner Erfahrung nach -- ganz gut funktionieren. Aber besser ist in der Regel ein Headset mit Mikrofonbügel oder ein externes Tischmikrofon. Bei einem Tischmikrofon sollte der Abstand zur Sprecherin oder zum Sprecher nicht zu groß und möglichst konstant sein.</p> <h3>Mikrofon richtig ausgepegelt?</h3> <p>Das beste Mikrofon nützt nichts, wenn es nicht richtig ausgepegelt ist. Ist der Pegel zu gering, hören die anderen nichts oder nur wenig, ist er zu höch, verzerrt der Klang. Einstellen lässt sich der Pegel oft über spezielle Tasten auf der Tastatur, immer über das Betriebssystem. Meist sind die Einstellungen über ein Symbol rechts unten in der Taskleiste erreichbar.</p> <h3>Umgebung ruhig?</h3> <p>Straßenlärm von draußen sollte man vor jeder Videokonferenz unterbinden, indem man das Wohngebiet mit rot-weißen Bändern großräumig für den Autoverkehr sperrt. Den Trompete übenden Mitbewohner im Nachbarzimmer bittet man höflich, temporär auf das Clavichord zu wechseln, und die Kinder dürften leicht zu motivieren sein, still ein Buch zu lesen anstatt zu toben.</p> <h3>Einstreuung durch Handys?</h3> <p>Funksignale, die von Smartphones ausgesendet werden, können als sirrende Störgeräusche hörbar werden. Wenn es nicht hilft, das Smartphone ein Stück weiter von den Audiogeräten zu entfernen: ausschalten oder auf Flugmodus stellen.</p> <h3>Server stark belastet?</h3> <p>Wenn der Server, über den die Konferenz läuft, überlastet ist, helfen Maßnahmen an den einzelnen Endgeräten wenig. Allenfalls kann man versuchen, den Server zu entlasten, etwa durch geringere Videoauflösung oder Deaktivieren der Kamera. Wer die Wahl hat, legt Konferenzen auf Uhrzeiten, an denen nicht alle anderen auch konferieren. Besonders viele Videokonferenzen, heißt es, finden um 11 und um 14 Uhr statt.</p> <p><small>zuletzt aktualisiert: 09.06.2020</small></p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-06-08_ton_schlecht Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-06-08_ton_schlecht https://www.j-stolla.de/blog/2020-06-08_ton_schlecht blog/2020-07-11_tools_finden Die richtigen Tools finden Jochen Stolla <h1>Die richtigen Tools finden</h1> <p>11.07.2020</p> <p>An <a href="https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud">anderer Stelle</a> habe ich diskutiert, ob und wo kleine Tools mit begrenztem Funktionsumfang sinnvoller sind als Lernmanagement-Systeme. LMS haben ihre Vorzüge, aber für mich gibt es auch immer wieder gute Gründe, mit kleinen Tools zu arbeiten. Das Internet ist voll von ihnen. Da aber dieses Internet bisweilen zur Unübersichtlichkeit neigt, ist es keine ganz triviale Aufgabe, die richtigen Werkzeuge zu finden.</p> <p>Mit der Zeit wird jede/r Lehrende seine Lieblingswerkzeuge finden und immer wieder einsetzen. Bei mir sind das etwa <a href="https://drive.google.com/drive">Google Drive</a>, <a href="https://de.padlet.com">Padlet</a>, <a href="https://www.mentimeter.com/">Mentimeter</a>, Etherpad (zum Beispiel <a href="https://yourpart.eu/">dieses</a>), Youtube (<a href="https://www.youtube.com/channel/UCL4-EZeKnoZVvfWy7gekf3g/videos">dies</a> ist meins), und in letzter Zeit <a href="https://hackmd.io">Hackmd.io</a>.</p> <p>Aber immer wieder geht es mir trotzdem so: Ich möchte eine ganz bestimmte didaktische Methode digital unterstützen – und tauche für Stunden in Google-Suchen ab. Was hilft dabei?</p> <p>Klar: erst einmal Google. Das Problem dabei ist, die richtigen Suchbegriffe zu finden. Was bringt mich weiter? „quiz“, „quiz erstellen“, „quiz unterricht kostenlos“, „umfrage teilen“, „quiz selbsttest schule“? Oder das Ganze besser auf Englisch? Schwer, hier eine allgemein gültige Strategie zu empfehlen.</p> <p>Ich rate, die Augen immer offen zu halten, auch wenn man nicht gerade dringend etwas ganz Spezielles braucht. Der Austausch mit Kolleg/-innen ist wertvoll. Sei es auf dem Flur oder auf einem <a href="https://ebcamp.bifeb.at">Barcamp</a>. Und manche teilen ihre Erfahrungen in Blogs oder auf Youtube. Zum Beispiel:</p> <ul> <li>Richard Byrne mit seinem Blog <a href="https://www.freetech4teachers.com/">Free Technology for Teachers</a>. Er schreibt auf englisch, richtet sich primär an Lehrer/-innen allgemeinbildender Schulen und kommt häufig und regelmäßig mit Tipps und Erklärvideos.</li> <li>Nele Hirsch auf <a href="https://ebildungslabor.de/blog/">e-Bildungslabor</a>. Ihre Ausgangspunkte sind immer didaktische Fragestellungen. Sie ist auch auf anderen Kanälen unterwegs (zum Beispiel <a href="https://twitter.com/eBildungslabor">hier</a> und hat mit OERCamp eine <a href="https://www.oercamp.de/webinare/weboep/">Webinarreihe</a> produziert.</li> <li>Der Didaktiker Philippe Wampfler betreibt nicht nur einen <a href="https://schulesocialmedia.com/">Blog</a>, sondern auch einen <a href="https://www.youtube.com/channel/UC8_Ny8ZOBB1wsyTP0aiKxfA">Youtube-Kanal</a> mit zahlreichen Anregungen.</li> </ul> <p>Oft gibt es für eine didaktische Idee verschiedene Optionen. Bei der Auswahl sind für mich unter anderem diese Kriterien wichtig:</p> <ul> <li>Ist eine Registrierung erforderlich? Oder können Lernende (oder auch Lehrende) das Tool sofort nutzen, ohne einen Namen und eine E-Mail-Adresse zu hinterlassen?</li> <li>Läuft das Werkzeug im Browser oder muss Software installiert werden – auf dem PC oder eine App auf dem Mobilgerät?</li> <li>Ist das Tool mobil bedienbar oder nur am PC?</li> <li>Wie sparsam und vertrauenswürdig geht der Anbieter mit Nutzerdaten um? Hier hilft ein Blick in die Datenschutzerklärung.</li> <li>Ist das Tool für die Lernenden und für mich einfach zu bedienen? Erklärt es sich selbst oder muss ich mich erst mit Mühe einarbeiten (im allerschlimmsten Fall: einen Hilfetext lesen)?</li> </ul> <p>Und schließlich: Die Suche nach didaktischen Onlinetools hört nicht auf. Sie werden geboren und sterben irgendwann wieder. Wenn ein Lieblingswerkzeug das Zeitliche gesegnet hat, kann ein Blick auf die Seite <a href="https://alternativeto.net/">alternativeto</a> helfen.</p> <p>Weitere Tipps zum Suchen und Finden von Tools? Gerne in die Kommentare!</p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-07-11_tools_finden Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-07-11_tools_finden https://www.j-stolla.de/blog/2020-07-11_tools_finden blog/2020-07-18_ffmpeg Screencasts aufnehmen mit ffmpeg Jochen Stolla <h1>Screencasts aufnehmen mit ffmpeg</h1> <p>18.07.2020</p> <p>Vielleicht ist dies kein Verfahren, das jede und jeder gleich ins eigene Repertoire übernehmen will. Für mich funktioniert es jedoch perfekt als ein schneller und einfacher Weg, Screencasts aufzunehmen. Screencasts mache ich häufig; meistens, um per Video Feedback auf Texte zu geben: Ich gehe auf dem Bildschirm ein Textdokument durch, spreche einen Kommentar dazu und stelle der Autorin oder dem Autor des Textes das Video zur Verfügung.</p> <p>Die Software, die ich für solche einfachen Bildschirmvideos verwende, ist <a href="https://ffmpeg.org/">ffmpeg</a>. Mein Verfahren besteht in drei Schritten:</p> <ol> <li>Ich zeichne das Bildschirmvideo mit Kommentar auf.</li> <li>Ich schneide Anfang und Ende. Gleichzeitig komprimiert ffmpeg für mich die Datei und bringt die Audiospur auf normale Lautstärke.</li> <li>Das fertige Video lade ich auf einen Cloudspeicher (in meinem Fall ist das meistens Google Drive) und verschicke den Freigabelink.</li> </ol> <p>ffmpeg hat keine grafische Oberfläche, ich bediene die Software über ein Terminalfenster.</p> <p><img src="https://www.j-stolla.de/assets/screenshot_konsole.png" alt="Terminalfenster" /></p> <p>Um den Bildschirm als Video mit dem Mikrofonsignal als Tonspur aufzuzeichnen, muss der ffmpeg-Befehl etwas genauer definiert werden. Bei mir sieht er so aus:</p> <pre style="white-space: pre-wrap;"> ffmpeg -video_size 1366x768 -framerate 20 -thread_queue_size 512 -f x11grab -i :0.0 -thread_queue_size 512 -f pulse -ac 1 -ar 44100 -i default -vcodec libx264rgb -crf 0 -preset:v ultrafast -acodec pcm_s16le -af aresample=async=1:first_pts=0 ~/Videos/bildschirmvideo.mkv </pre> <p>Ich gebe zu, das wirkt vielleicht etwas furchterregend. Es hat mich durchaus Zeit und Nerven gekostet und einige Recherchen, bis ich diesen Befehl so formuliert hatte, dass er bei mir funktioniert. Möglicherweise hilft es auch nicht, diesen Befehl einfach zu kopieren und auf einem anderen Computer zu starten. Zumindest Anpassungen werden erforderlich sein. Wer sich damit auseinandersetzen will, findet hier einen guten <a href="https://trac.ffmpeg.org/wiki/Capture/Desktop">Ausgangspunkt</a>.</p> <p>Wenn ich die Aufnahme abgeschlossen habe, schaue ich mir das Video an — in meinem Fall die Datei <code>bildschirmvideo.mkv</code> — und merke mir, wie viele Sekunden ich am Anfang abschneiden will und wo das fertige Video enden soll. Dann kommt der zweite ffmpeg-Befehl zum Einsatz. Er kann zum Beispiel so aussehen:</p> <pre style="white-space: pre-wrap;"> ffmpeg -i bildschirmvideo.mkv -ss 00:00:14 -t 00:10:00 -async 1 -c copy bildschirmvideo_getrimmt.mkv </pre> <p>Hier werden die ersten 14 Sekunden abgeschnitten und das fertige Video soll genau 10 Minuten dauern.</p> <p>Und schließlich wird die Videodatei komprimiert, die Lautstärke angepasst und das Video in das mp4-Format umgewandelt:</p> <pre style="white-space: pre-wrap;"> ffmpeg -i video_getrimmt.mkv -filter:a loudnorm -c:v libx264 -crf 40 -max_muxing_queue_size 1024 video_komprimiert.mp4 </pre> <p>Damit ich diese Befehle nicht jedesmal eintippen muss, habe ich sie in einem Shell-Skript zusammengefasst (in Windows wäre das eine Batch-Datei). Wenn ich es ausführe, muss ich nur die Funktion wählen und die Zeitangaben für den Schnitt machen. (Die Befehle für das Schneiden und das Komprimieren sind hier im Menüpunkt 3 zu einem Schritt kombiniert.)</p> <p><img src="https://www.j-stolla.de/assets/screenshot_ffmpeg-skript_trimmen.png" alt="ffmpeg-Dialog" /></p> <p>Das ganze Verfahren läuft bei mir, nachdem ich einmal die passenden Befehle gefunden hatte, sehr zeitsparend. Natürlich geht es auch anders. Ein paar andere Möglichkeiten, um Screencasts aufzunehmen, habe ich <a href="https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-26_bildschirmvideos">hier</a> erwähnt. Menschen, die mit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kommandozeile">Kommandozeile</a> noch nicht so eng befreundet sind, kommen damit wohl erst einmal schneller ans Ziel. Gebe ich zu.</p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-07-18_ffmpeg Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-07-18_ffmpeg https://www.j-stolla.de/blog/2020-07-18_ffmpeg blog/2020-08-01_matrix Whatsapp-Alternative: Element Jochen Stolla <h1>Whatsapp-Alternative: Element</h1> <p>01.08.2020 (aktualisiert 20.08.2020)</p> <p>Es kann gute Gründe geben, Whatsapp in Kursen zur Kommunikation und als Plattform für allerlei didaktische Methoden zu nutzen. Es gibt auch gute Gründe dagegen. Das ist zwar mindestens einen eigenen Artikel wert, aber ich möchte diese Diskussion an dieser Stelle nicht führen. Stattdessen will ich eine Alternative vorstellen. Den Messenger <em>Element</em>, der auf dem Kommunikationsprotokoll <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_(Kommunikationsprotokoll)">Matrix</a> beruht.</p> <p>Die entsprechende Messenger-App gibt es <a href="https://app.element.io">hier</a> für den Browser, <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=im.vector.app&amp;hl=de">hier</a> für Android- und <a href="https://apps.apple.com/de/app/riot-im/id1083446067">hier</a> für IOS-Telefone. Wie man sich für Matrix und Element registriert und die ersten Schritte in Chat geht, erkläre ich in <a href="https://youtu.be/FfmL8BFXNe4">diesem Video</a>. Etwas detailliertere Anleitungen gibt es <a href="https://kmj.at/riot-im-messenger-kurzanleitung-fuer-benutze-updated/">hier</a> oder <a href="https://www.rz.uni-osnabrueck.de/homeoffice/riot.html#Anchor3a2">hier</a>.</p> <p>Interessant ist Element für alle, die mit ihrer Lerngruppe online und unkompliziert in Kontakt bleiben wollen und aus Gründen den Platzhirsch unter den Messengern nicht verwenden wollen. Messenger können nicht nur organisatorische Kommunikation gewährleisten, sondern auch didaktische Funktionen übernehmen. In Kunstkursen können die Teilnehmenden Bilder austauschen, in Sprachkursen können sie Aufgaben einreichen und Rückmeldung darauf empfangen.</p> <p>Element ist natürlich nicht die einzige Alternative zu Whatsapp. Eine Übersicht dazu haben etwa die <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/datenschutz/whatsappalternativen-messenger-im-ueberblick-13055">Verbraucherzentrale</a> oder die Autor/-innen von <a href="https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/alternativen-zu-whatsapp-und-threema-instant-messenger">Digitalcourage</a> zusammengestellt. (Und, ja, in der VHS-Welt nicht zu vergessen: Selbstverständlich kann auch die <a href="https://www.j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud">VHS-Cloud</a> Messenger.)</p> <p>Für die meisten, die über Whatsapp-Alternativen nachdenken, werden Datenschutzüberlegungen der Anlass sein. Und was die eigenen Daten angeht, kann man sie dem Matrix-Server wohl einigermaßen beruhigt überlassen. In dem oben erwähnten Beitrag von <a href="https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/alternativen-zu-whatsapp-und-threema-instant-messenger">Digitalcourage</a> gehört Matrix/Element aus Gründen der Datensouveränität zu den empfohlenen Plattformen. Wer ganz eigenständig arbeiten will, kann sich sogar einen eigenen Matrix-Server <a href="https://matrix.org/blog/2020/04/06/running-your-own-secure-communication-service-with-matrix-and-jitsi">installieren</a>.</p> <p>Element bietet über das Chatten hinaus einige Funktionen an, die die App auch für weitergehende Kollaboration interessant machen, etwa als Alternative zu Slack oder Microsoft Teams. In Chaträume lassen sich Dokumente hochladen oder andere Apps einbinden wie Jitsi-Videokonferenzen, Etherpad-Dokumente oder ein Google-Kalender. Wie sich diese Funktionen für Unterricht einsetzen lassen, demonstriert Alexander Lasch in <a href="https://youtu.be/AtkA-sE-9uU">diesem Video</a>.</p> <p>Auf der anderen Seite ist zu bedenken: Wie in jedes neue System werden sich Nutzer/-innen erst einmal einarbeiten müssen. Das ist bei Element nicht schwierig, aber manches ist gegenüber Whatsapp ungewohnt. Und in mancher Hinsicht ist die Kommunikation etwas umständlicher. Ich habe besonders die Integration von Sprachnachrichten vermisst. Wer eine gesprochene Botschaft verschicken will, muss sie erst in einer anderen App aufnehmen und in Element dann die Audiodatei versenden.</p> <p>In jedem Fall lohnt es sich, Element und Matrix eine Chance zu geben. Am besten zu zweit oder zu mehreren.</p> <!-- Ich habe Matrix und Element durch meinem Kollegen Frank Wornath kennen gelernt – --> <!-- der nicht nur viel zum Thema Datensouveränität zu sagen hat, sondern sich auch --> <!-- mit Streaming auskennt. Seinen --> <!-- [Kurs](https://www.vhs-badhomburg.de/programm/beruf.html?action%5B89%5D=course&courseId=474-C-N501210&rowIndex=0) --> <!-- zu diesem Thema möchte ich bei dieser Gelegenheit wärmstens empfehlen. --> https://www.j-stolla.de/blog/2020-08-01_matrix Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-08-01_matrix https://www.j-stolla.de/blog/2020-08-01_matrix blog/2020-08-08_datenschutz_fragen Datenschutz: Fragen über Fragen Jochen Stolla <h1>Datenschutz in der Erwachsenenbildung: Fragen über Fragen</h1> <!-- Untertitel --> <p>08.08.2020 </p> <!-- (zuletzt aktualisiert: ####) --> <p>Datenschutz ist überall. Und gerade in der Weiterbildung ist das Thema allgegenwärtig. In fast jedem Lernsetting werden irgendwelche Daten gespeichert oder verarbeitet. Wie lässt sich dabei beurteilen, was rechtlich und moralisch geboten ist?</p> <p>Vielleicht gibt es Expert/-innen, die das können. Ich finde es extrem schwierig, hier klare Anhaltspunkte für die Bildungspraxis zu finden. Ein Abgrund von Fragen tut sich auf. Hier ist eine unsortierte Liste – es würde mich nicht wundern, wenn sie im Lauf der Zeit noch deutlich länger wird.</p> <ol> <li>In wiefern bin ich als Lehrende/r dem Datenschutzrecht unterworfen?</li> <li>Mit welchen Vorgehensweisen verstoße ich gegen Gesetze?</li> <li>In welcher Weise ist die Bildungseinrichtung mitverantwortlich, wenn freiberufliche Lehrende im Unterricht mit Daten von Lernenden arbeiten?</li> <li>Was muss in der Datenschutzerklärung der Bildungseinrichtung stehen, wenn freiberuflich Lehrende digitale Methoden einsetzen?</li> <li>Haben Einrichtungen der Erwachsenenbildung hinsichtlich des Datenschutzes einen Bildungs- oder auch einen Erziehungsauftrag?</li> <li>Sobald ich im Internet unterwegs bin, speichern entfernte Server meine IP-Adresse und Informationen über mein Computersystem. Da es sich bei der IP-Adresse um ein <a href="https://www.dr-datenschutz.de/europa-vs-usa-sind-ip-adressen-personenbezogene-daten/">personenbezogenes Datum</a> handelt: Ist schon deshalb die Nutzung des Internets in meinen Kursen datenschutzrelevant?</li> <li>Sollte ich deshalb meine Teilnehmenden dazu anhalten, grundsätzlich den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk)#Tor_Browser">Tor-Browser</a> zu benutzen?</li> <li>Sind Internetdienste, zu deren Nutzung man sich nicht registrieren muss, automatisch datenschutzkonform?</li> <li>Müssen meine Teilnehmenden in eine Datenschutzerklärung einwilligen, bevor ich in meinem Unterricht digitale Methoden nutze?</li> <li>Sollte ich meine Teilnehmenden formell darüber informieren, wie ich mit ihren Daten umgehe? Zum Beispiel mit einer solchen <a href="https://www.j-stolla.de/assets/ds-erklaerung_lehre.pdf">Erklärung</a>?</li> <li>Was bedeutet „datenschutzkonform“?</li> <li>Was bedeutet „DSGVO-konform“?</li> <li>Bin ich aus dem Schneider, wenn ich meinen Teilnehmenden die Nutzung von digitalen Tools freistelle?</li> <li>Darf ich Teilnahmelisten speichern?</li> <li>Macht es einen Unterschied, ob ich die Teilnahmeliste auf dem Computer speichere oder ob ich sie ausdrucke und ablege?</li> <li>Darf ich Arbeitsergebnisse meiner Teilnehmenden speichern?</li> <li>Welche Pflichten hinsichtlich des Datenschutzes habe ich als Lehrende/r?</li> <li>Was bedeutet es, mit Daten von Teilnehmenden sparsam und transparent umzugehen?</li> <li>Verstoße ich in der Praxis sofort gegen Gesetze, wenn ich digitale Tools außerhalb geschlossener Lernumgebungen einsetze?</li> <li>Welche Kommunikationskanäle kann ich nutzen, welche sollte ich nicht nutzen?</li> <li>Darf ich eine beliebige Kommunikationsplattform (zum Beispiel E-Mail oder Whatsapp) nutzen, wenn alle Teilnehmenden einverstanden sind?</li> <li>Bin ich aus dem Schneider, wenn nicht ich als Lehrender, sondern eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer die Administration einer Kurs-Whatsapp-Gruppe übernimmt?</li> </ol> https://www.j-stolla.de/blog/2020-08-08_datenschutz_fragen Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-08-08_datenschutz_fragen https://www.j-stolla.de/blog/2020-08-08_datenschutz_fragen blog/2020-08-26_werktextblog Ein Blog als Lehrprojekt – ein Erfahrungsbericht Jochen Stolla <!-- [alle Blogartikel](https://www.j-stolla.de/blog) --> <h1>Ein Blog als Lehrprojekt</h1> <p>Ein Erfahrungsbericht</p> <p>26.08.2020 </p> <p>Mit Lernenden gemeinsam einen Blog auf die Beine zu stellen – das ist keine ganz neue Idee in der E-Learning-Szene. Zudem eine bestechende Idee mit mehrfachen Vorzügen: Der Lernprozess steht im Kontext einer Projektarbeit und das Schreiben der Blogbeiträge kann verschiedene didaktische Funktionen erfüllen. Es trainiert zum Beispiel die schriftliche Ausdrucksfähigkeit, das adressatenzentrierte Schreiben, kann zur Sicherung und Dokumentation von Lernergebnissen beitragen und transportiert nebenbei Wissen über Technik, Kommunikation und Kultur des Internets.</p> <p>Ich hatte so etwas trotzdem bisher nicht in Angriff genommen. Vielleicht, weil es doch – organisatorisch und technisch – aufwendig ist, das Schreiben eines Blogs als eine Methode von mehreren in ein Seminar zu integrieren. Und weil das, was einen echten Blog interessant macht, im Rahmen eines Seminars kaum zu erreichen ist: regelmäßig über einen langen Zeitraum Content zu liefern, den Leserinnen und Lesern authentisch etwas zu sagen zu haben und das ganze sprachlich ansprechend zu vermitteln.</p> <p>Nun hat mich Corona dazu veranlasst, es doch zu tun. Seit Ende Juni 2020 ist der <a href="https://www.werktextblog.de">Werktextblog</a> online. Und versetzt mich tatsächlich in eine Art Enthusiasmus. Der Werktextblog setzt ein Schreibprojekt fort, das ich schon seit mehreren Jahren am Institut für Musikwissenschaft der Goethe-Universität leite. Die Grundgedanken dieses bereits traditionellen Studienangebots sind <a href="https://www.j-stolla.de/konzertdramaturgie">hier</a> nachzulesen.</p> <p>Im Sommersemester 2020 konnte das Projekt nicht in der bewährten Form weitergeführt werden. Die Studierenden haben bisher Texte für Konzert-Programmhefte verfasst. Ab März 2020 gab es aber vorerst keine Konzerte mehr. Das Projekt konnte dennoch weiterlaufen, die Fördergelder standen zur Verfügung, ein Dutzend Studierende hatten sich für das Sommersemester angemeldet. Die Studierenden und ich haben uns daraufhin darauf verständigt, in diesem Semester nicht für Print, sondern für das Netz zu schreiben.</p> <p>Unsere <a href="https://www.cronstetten.de/node/4">Förderinstitution</a> war aufgeschlossen, die Gelder umzuwidmen, und ich richtete eine Website ein. (Ähnlichkeiten zu meiner privaten Website will ich nicht bestreiten: Ich wählte das mir bereits etwas vertraute <a href="http://picocms.org/">Pico-CMS</a> und ein ähnliches Design – ich mag es schlicht.) Wir verständigten uns auf eine gemeinsame Grundlage darüber, wie Texte für einen Blog geschrieben sein sollen. (Meine Gedanken dazu habe ich in einem <a href="https://youtu.be/3Q9K6_Mzc9E">Video</a> für die Teilnehmenden später noch einmal zusammengefasst.)</p> <p>Für mich sind mehrere Aspekte des Projekts spannend. Die Beschäftigung mit den besonderen Bedingungen des Schreiben für das Internet, die Frage, wie man Leser/-innen findet, die Freiheit und zugleich der hohe Anspruch an die Texte, und die technische Realisierung eines Blogs.</p> <p>Am inspirierendsten ist aber die unglaubliche Motivation, mit der die Autorinnen und Autoren mitarbeiten und sich mit dem Projekt identifizieren. Bis ein Text online publiziert ist, haben die Autor/-innen gründlich recherchiert und ihre Texte intensiv (über Online-Kanäle) diskutiert, sowohl mit Kommiliton/-innen als auch mit mir, und immer wieder überarbeitet. Mir ist bewusst, dass ich dazu von den Studierenden beträchtliche Beharrlichkeit, intrinsische Motivation und wahrscheinlich auch Frustrationstoleranz verlange. Trotz allem erlebe ich hohes Engagement bei den Studierenden. Es entsteht ein interessanter Text nach dem anderen, und ich erlebe eine höchst angenehme, konstruktive Arbeitsatmosphäre.</p> <p>Wie lässt sich diese Erfahrung übertragen? Welche Schlüsse kann jemand daraus ziehen, der selbst über ein Blogprojekt mit Lernenden nachdenkt? Welche Faktoren tragen dazu bei, dass ein solches Projekt erfolgreich wird?</p> <p>Für mein eigenes Projekt kann ich sagen: Zuallererst sind es die Autorinnen und Autoren, die das Projekt tragen.</p> <p>Zum anderen scheint günstig, dass der Blog nicht Mittel zum Zweck ist. Mit dem Schreiben des Blogs sollen nicht in erster Linie andere Ziele erreicht werden, etwa das Sichern von Lerninhalten oder der Nachweis einer Leistung. Das Ziel im Projekt „Werktextblog“ ist es, zu lernen, einen Blog zu schreiben.</p> <p>Und was geschrieben wird, kommt authentisch von den Autor/-innen. Sie haben etwas zu sagen, und sie teilen ihren Leser/-innen Dinge mit, die ihnen selbst wichtig sind. Zu Beginn des Projekts haben wir uns darauf verständigt, dass jede Autorin und jeder Autor über ein Lieblingsstück schreibt, eine Musik, die ihr oder ihm am Herzen liegt. Dies hat sich aus meiner heutigen Sicht als eine gute Richtungsentscheidung erwiesen. Wahrscheinlich trägt sie zur Motivation aller Beteiligten bei, gewiss zur Qualität der Texte.</p> <p>Ich wünsche mir, dass der Werktextblog auf lange Sicht mehr und mehr Leser/-innen findet. Er ist es wert, gelesen zu werden!</p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-08-26_werktextblog Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-08-26_werktextblog https://www.j-stolla.de/blog/2020-08-26_werktextblog blog/2020-09-25_smartphonekamera Präsentieren mit dem Smartphone Jochen Stolla <!-- [alle Blogartikel](https://www.j-stolla.de/blog) --> <h1>Präsentieren mit dem Smartphone</h1> <p>25.09.2020 </p> <p>Um handschriftliche Arbeitsergebnisse, gedruckte Papiere oder Bücher der ganzen Lerngruppe zu zeigen – dafür standen in der Vorzeit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Episkop">Episkope</a> in den Klassenzimmern, heute häufig <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Visualizer">Dokumentenkameras</a>. Wo eine solche Kamera fehlt, kann das Smartphone helfen: Ich fotografiere das Schriftstück mit dem Handy und zeige das Foto am Beamer.</p> <p>Wie lässt sich das technisch realisieren? Es ist zwar möglich, das Smartphone direkt mit dem Beamer zu verbinden (wie das gehen kann, wird etwa <a href="https://lehrerfortbildung-bw.de/st_digital/tablet/fortbildungen/tablet/android/praesentation/01_drahtlos/">hier</a> erklärt). Dazu ist aber entweder zusätzliche Hardware erforderlich oder ein WLAN-fähiger Beamer. Meistens habe ich beides nicht, sondern habe für Präsentationen oder Videos als primäre Quelle mein Notebook am Beamer angeschlossen. Die Fotos vom Handy müssen also möglichst flüssig auf den Computer kommen. Zwei Methoden bieten sich dafür an.</p> <ul> <li> <p>Ich verbinde das Handy per Kabel oder Bluetooth mit dem Computer, so dass ich auf dem Computer die Dateien auf dem Handyspeicher sehe. Wenn ein neues Foto hinzukommt, kann ich es sofort auf dem Computer aufrufen.</p> </li> <li> <p>Der Weg über eine Cloud: Ich teile das Foto über einen Cloudspeicher, zum Beispiel Dropbox oder Google Drive, und sobald ich es hochgeladen habe, kann ich es am Computer aus diesem Cloudspeicher heraus öffnen.</p> </li> </ul> <p>Auf ähnliche Weise lässt sich das Kamerabild vom Handy als Video übertragen. Dazu brauche ich eine App auf dem Handy, die den Videostream sendet, und eine App auf dem Computer, die den Stream entgegennimmt – entweder über ein Kabel oder über WLAN. <a href="https://praxistipps.chip.de/smartphone-als-webcam-nutzen-so-gehts_30161">Chip.de</a> erklärt, wie die Verbindung mit <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.pas.webcam&amp;hl=de">IP-Webcam</a>, <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.dev47apps.droidcam&amp;hl=en">Droidcam</a> oder <a href="https://apps.apple.com/us/app/webcamera/id348150234">WebCamera</a> hergestellt wird. Droidcam spielt auch mit Linux-Computern zusammen, WebCamera fünktioniert für iOS. Eine andere App für Windows und iOS ist <a href="https://www.kinoni.com">Kinoni</a> (der Dank für diesen Hinweis geht an Lutz Löscher).</p> <p>Bewegtbilder live im Kursraum zu zeigen, kommt vielleicht eher selten vor. Aber in einem Online-Seminar kann es helfen, wenn ich das Smartphone als zweite Kamera einsetzen kann. Zum Beispiel in einem Kochkurs: Über die integrierte Notebook-Webcam kommuniziere ich mit den Teilnehmenden, und Details auf der Küchenarbeitsfläche oder auf dem Herd zeige ich live als Handy-Video.</p> <p>Das ist alles technisch nicht besonders kompliziert. Aber kompliziert genug, um den Seminarfluss aufzuhalten, wenn etwas nicht gleich klappt. Deshalb ist es immer wichtig, die Methoden vorher zu testen und zu üben. Am besten verschiedene, damit man in der Kurssituation notfalls auf eine andere ausweichen kann.</p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-09-25_smartphonekamera Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-09-25_smartphonekamera https://www.j-stolla.de/blog/2020-09-25_smartphonekamera blog/2020-11-11_bildschirmvideos_2 Bildschirmvideos produzieren Jochen Stolla <h1>Bildschirmvideos produzieren</h1> <p>Über Nutzen und Einsatzmöglichkeiten von Bildschirmvideos habe ich <a href="2020-05-26_bildschirmvideos">hier</a> geschrieben und Browsertools vorgestellt.</p> <p>Software, die im Browser gestartet wird, ist oft leicht zu bedienen und führt zu schnellen Ergebnissen. Umfangreichere Einstellungs- und Gestaltungsmöglichkeiten habe ich jedoch in der Regel mit Programmen, die lokal auf meinem Computer installiert sind.</p> <p>Eine Übersicht über solche Software gibt zum Beispiel Julius Beineke auf <a href="https://t3n.de/news/screencast-software-uebersicht-866350/2/">t3n.de</a>. Ich möchte davon besonders die plattformübergreifende freie Software <a href="https://obsproject.com/de">OBS-Studio</a> hervorheben. Manuel Schmuck erklärt sie <a href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2020/05/26/erklaervideos-erstellen-mit-obs-studio/">hier</a> und Axel Dietze <a href="https://youtu.be/X1lL5XUvTBc">hier</a>. Eine freie Software für Windows ist außerdem <a href="https://camstudio.org/">Camstudio</a>.</p> <p>Wer es, wie ich, gern ohne grafische Ablenkung hat, nimmt <a href="https://www.j-stolla.de/blog/2020-07-18_ffmpeg">ffmpeg</a> (mein Standardwerkzeug für Bildschirmaufnahmen seit Längerem).</p> <p>Für die Nachbearbeitung meiner Bildschirmvideos bietet sich die freie Software <a href="https://shotcut.org/">Shotcut</a> an.</p> <p>Die Aufnahme, Bearbeitung und speziell auf Screencasts zugeschnittene Effekte verbindet in einem Programm <a href="https://www.techsmith.de/camtasia.html">Camtasia</a>, das allerdings Geld kostet. (Und am besten funktioniert Camtasia mit Videos, die es selbst aufgezeichnet hat – ich hatte wiederholt Schwierigkeiten, Material in Camtasia zu bearbeiten, das ich mit anderen Programmen aufgezeichnet hatte.)</p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-11-11_bildschirmvideos_2 Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-11-11_bildschirmvideos_2 https://www.j-stolla.de/blog/2020-11-11_bildschirmvideos_2 blog/2020-11-19_webdav Dateien austauschen mit Webdav Jochen Stolla <h1>Dateien austauschen mit WebDAV</h1> <p>Handouts, Protokolle, Bilder, Arbeitsergebnisse auszutauschen ist elementar für digitale Lehre. Einige Links dazu habe ich <a href="https://www.j-stolla.de/vhs/kurse_digitalisieren_tipps">hier</a> zusammengestellt. Und natürlich hat jedes Lern-Management-System auch eine Dateiablage. Greift man über die Browserseite darauf zu, wird die Bedienung allerdings manchmal umständlich. Für einen Dateidownload in der VHS-Cloud zum Beispiel muss ich schon mal ein halbes Dutzend Mal klicken.</p> <p>Erheblich einfacher kann es da sein, die Dateiablage in den Dateimanager auf meinem Computer einzubinden. Manche LMS bieten dafür das Protokoll <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/WebDAV">WebDAV</a> an. Das funktioniert, aber mit einer Einschränkung. Wenn Datei- oder Ordnernamen Leer- oder Sonderzeichen enthalten, werden sie von einigen WebDAV-Clients nicht verarbeitet. Dies ist mir klargeworden, nachdem ich von 17 Ordnern in einer VHS-Cloud-Dateiablage nur fünf in meinem Dateimanager gesehen habe.</p> <p>Andere Dateimanager oder Clients kommen mit Leer- und Sonderzeichen zwar besser zurecht. Trotzdem, liebe Kolleginnen und Kollegen: Vermeidet solche Zeichen in euren Dateinamen! Am besten immer. Vor allem aber, wenn irgendwie WebDAV im Spiel ist. Zum Beispiel in der VHS-Cloud.</p> https://www.j-stolla.de/blog/2020-11-19_webdav Sat, 05 Dec 2020 10:08:10 +0100 https://www.j-stolla.de/blog/2020-11-19_webdav https://www.j-stolla.de/blog/2020-11-19_webdav